Öffnungszeiten am Samstag von 14:00 bis 17:00 Uhr und täglich nach Vereinbarung


Aktuell: Menagerie

Reinhard Berg, Peter Bernhard, Wolfgang Blanke, Susan Geel, Amador Vallina

Dauer: 18. Mai bis 23. Juni 2018

Kunst und Texte – Flyer

„Menagerie“  ist der Titel der neuesten Kunstausstellung der Galerie H22. Hierbei ist allerdings nicht, wie im normalen Sprachgebrauch, die Tierschau eines Zirkus oder Zoos gemeint, sondern im erweiterten Sinne eine Ansammlung von kuriosen Gestalten. Die ausstellenden Künstler setzen sich dabei auf unterschiedliche Art und Weisen mit diesem Thema auseinander.

 

Amador Vallina, bekannt als der schwimmende Estrich, ist nicht nur Maler und Bildhauer, sondern zugleich auch Puppenspieler. Die von ihm entworfenen und gebauten Marionetten zeigen skurrile Charaktere wie heimatlose Außerirdische, selbstvergessene Poeten, hypersensible Phantasietiere, äußerst geheime Spione, hammerharte Muskelmänner, überaus zarte Prinzessinnen, skrupellose Verbrecher, vergeistigte und zerzauste Professoren; allesamt pittoreske Figuren mit starkem Ausdruck und Bühnenpräsenz.

 

Ein weiteres Highlight, der Ausstellung ist die Fotoserie „Zirkus Backstage“ des bekannten Wiesbadener Fotografen Reinhard Berg. Die Fotos nehmen uns unmittelbar mit hinein ins Zirkusleben hinter den Kulissen. Und sie berühren uns durch ungekünstelte Authentizität und Ehrlichkeit. Man spürt, dass der Künstler hier auch Autobiografisches mit verarbeitet: Reinhard Berg hatte bis zum Alter von fünf Jahren, als Sohn eines Hochseilartisten, seine Kindheit im Zirkus Althoff verbracht, und er kommt nun in seinem Spätwerk auf diese Thema zurück.

 

Passend zum Thema stellt Wolfgang Blanke Gemälde in seiner meisterlichen Maltechnik, die ähnlich wie im Impressionismus die Veränderung der Lokalfarbe durch Licht, Schatten und Atmosphäre zum Thema hat, aus.   

Ein weitere Künstler, Peter Bernhard, zeigt hingegen in seiner expressiven Acrylmalerei phantastisch überbordende Bilder von Kreaturen und Tieren aller Art.

 

Ergänzt wird die Ausstellung von Susan Geels Skulpturen. Es sind Büsten weiblicher Figuren mit seltsamen, teils treppenförmigen Aufsätzen auf den Köpfen, die uns vertraut und doch seltsam verfremdet vorkommen.